Angedacht

Foto: Manuel Bendig

Stress

Von kleinen Ursachen und großen Auswirkungen

Er muss schon eine ganze Weile an der Wand gewesen sein. Offensichtlich haben wir ihn übersehen, da er noch so klein, kaum bemerkbar an der Wand zu kleben schien. Ein Wasserfleck.

Nun aber, nachdem wir ihn bemerkten, hatte er sich auf das Maß eines 5Cent-Stückes vergrößert.

Was anfänglich harmlos aussah, entwickelte sich zunehmend zu einer störenden und allmählich auch besorgniserregenden Fläche in einer Ecke an unserer Wand im Wohnzimmer. Bei näherem Hinsehen und Hinzuziehen eines Fachmannes wurde klar, hier kriecht irgendwo Wasser in unsere Wand. „Wasser sucht sich immer den geringsten Widerstand“, sagte der Fachmann bei seiner Suche nach der Ursache.

Inzwischen sind Handwerker dem Schaden auf die Spur gekommen und haben die Ursache, eine schlecht isoliertes Stück der Fassade, beseitigt. Was bei uns als stecknadelgroßer Punkt an der Wand begann, entwickelte sich zu einem kostspieligen Bauschaden.

Es sind oft die ganz kleinen, scheinbar harmlosen, ‚stecknadelgroßen‘ Gedanken, Entscheidungen oder Aussagen, die sich, schaut oder hört man genauer hin, zu Problemen entwickeln, deren Ausmaß wir weder vorhergesehen, noch für möglich gehalten haben.

Gott wusste das, als er seinen Rettungsplan für die Menschheit erdachte. Er wusste, das Adam und Eva durch eine einzige, erst einmal gar nicht so groß erscheinende Entscheidung die Menschheit ins Verderben stürzen würden.

Deshalb fordert die Bibel uns immer wieder auf, dass wir treu sein sollen. Nicht um uns zu gängeln, sondern um den kleinen Ursachen bereits im Voraus entgegenzuwirken, damit sich aus ihnen keine Probleme entwickeln, für die wir, wie in meinem Fall, einen Spezialisten, nämlich Gott selbst, zur Hilfe bitten müssen.

Übrigens, seit der Fleck an unserer Wand größer wurde, hat er uns immer wieder, unseren Gedanken und Gesprächen bestimmt und uns so manchen Stress bereitet.

Wer Gott treu ist, erspart sich eine Menge Stress!

Eine gesegnete Zeit wünscht

Manuel Bendig