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Gedanken zum Wochenende

 

Freundlichkeit

 

Vor wenigen Minuten war es wieder so weit. Mein Papierkorb musste wieder einmal geleert werden. Die letzten Papierfetzen, eine leere Schachtel und das defekte Kabel noch schnell hineingeworfen und dann ab zu den Mülltonnen.

Im Treppenhaus denke ich gerade noch darüber nach, was in welche Tonne gehört, da fällt mir auf, dass der Steinboden des Treppenhauses feucht ist. “Natürlich, es ist ja Zeit für die wöchentliche Reinigung”, denk ich.  

Also laufe ich auf Zehnspitzen die Treppe hinunter. Eine Etage tiefer treffe ich auf die Dame, die heute für die Treppenhausreinigung zuständig ist. Nach einer kurzen Begrüßung entschuldige ich mich, dass ich ihre Arbeit zerstöre.

Ihre Reaktion war es, die mich nachhaltig beschäftigt. In einem eher gebrochenen Deutsch antwortet sie mir überaus freundlich, dass das nichts ausmache, da sie sowieso noch nicht fertig sei.

Als ich von den Mülltonnen zurückkam, wünschte sie mir, gefühlt noch freundlicher als vorher, ein schönes Wochenende.

Neben diversen Worten der Bibel zum Thema Freundlichkeit ist es ein Wort der engl. Schriftstellerin Daphne du Maurier (1907-1989), das ich heute gerne weitergeben möchte: „Ein freundliches Wort kostet nichts und ist doch das schönste Geschenk.“  

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine neue Woche, in der wir das Geschenk der Freundlichkeit  reichlich verschenken können, es kostet nichts und irgendwie kommt immer wieder etwas davon zurück.

Manuel Bendig